| Genau wie
Texte haben auch Bilder die Kraft, uns zu ergreifen und zu bewegen.
Gut geeignet sind Bilder mit meditativen Inhalten. Hier kann ein abstraktes,
modernes Kunstwerk genauso geeignet sein wie eine religiöse Miniatur
aus dem Mittelalter oder eine Ikone. Die Größe des Bildes
sollte so gewählt sein, dass Sie es von Ihrem Meditationsplatz
aus gut sehen können, ohne es in die Hand nehmen zu müssen.
So können Sie ruhiger und entspannter sitzen. Lassen Sie sich
von der Gestaltung des Bildes und von den Symbolen und Farben leiten.
Betrachten Sie es als Ganzes und in Details, schaffen Sie eine Beziehung
zwischen dem Bild und sich selbst. Treten Sie in das Bild ein.
Das Mandala,
aus dem Altindischen kommend, bedeutet Kreisbild. Das Mandala bietet
dem Betrachter die Möglichkeit, sich selbst und seine Tiefe
kennenzulernen. Allen Mandalas gemeinsam ist eine absolute Zentrierung
zur Mitte hin. Beim Betrachten geht der Mensch im stillen Verweilen
einen Weg seiner eigenen Innenwelt bis zum Zentrum seines Selbst.
Beim Betrachten des Mandalas bin ich also eingeladen, ein Stück
meiner inneren Welt anzusehen und bei ihr zu verweilen, absichtslos.
Wir können erahnen, dass unser Innerstes und die große
Welt draußen miteinander zu tun und vielleicht sogar ähnliche
Ordnungsgesetze und Lebensprinzipien haben.
Über die Mandalas
hinaus gibt es noch viele Motive zur Bildmeditation. Ein Thema das
uns alle betrifft ist die Liebe, ein Gefühl intensiver Zuneigung,
das freizügig verteilt wird und ohne Einschränkung vergeben
wird. Die "Bunte Liebe"
soll an genau diese Gefühle appellieren, Vielfältigkeit
und Farbigkeit verdeutlichen. Bei aller Leidenschaft bedarf auch
die Liebe der Ordnung und Struktur, damit wir uns nicht völlig
in ihr verlieren. Jedes Herz, jede Farbe der "Bunten Liebe"
steht für eine Facette des Liebens, die durch Meditation zu
neuem Leben erweckt werden kann.
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